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Zeittafel zur Entwicklung

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1907

Baubeginn eines modernes Privatsanatoriums im Auftrag Dr. Emanuel Gorlitzers (1867-1934) am Rande der Perchtoldsdorfer Heide durch den Wiener Architekten Karl Haybäck (1861-1926).

 

1908

Eröffnung mit zunächst 28 Pa­ti­en­ten­zim­mern

  

1916

Er­rich­tung eines nord­sei­ti­gen Zubaus mit Arzt­woh­nung und Be­hand­lungs­räu­men

 

1925

Eintritt von Dr. Franz Spiegler (1891-1974), bisher Se­kun­dar­arzt im Kai­ser-​Franz Jo­sefs-​Spi­tal in Wien, als Kurarzt

 

1927

Erwerb der Anlage durch Dr. Spiegler, Umbau und Er­wei­te­rung durch Architekt Rudolf Perthen (1884-1941) im Stil der Neuen Sach­lich­keit

 

1928

Verkauf an Dr. Oskar Mauthner (1883-1944), Besitzer und Betreiber des Alt­va­ter-​Sa­na­to­ri­ums Frei­waldau/Grä­fen­berg (Jeseník, Tsche­chi­en)

 

1934

Ableben des San­to­ri­ums­grün­ders Dr. Emanuel Gorlitzer, der zum Sa­na­to­ri­um führende Ast der Lohn­stein­stra­ße wird in „Dr. Gor­lit­zer-​Gas­se“ umbenannt

 

1934

Auf­ent­halt des welt­be­kann­ten Tenors Joseph Schmidt (1904-1942)

 

1935

Auf­ent­halt der Schau­spie­le­rin Paula Wessely (1907-1909, der Londoner Mediävist und Germanist Prof. Robert Priebsch (1866-1935) verstirbt im Sa­na­to­ri­um

 

1937

Rabbiner Josef Isaak Schneersohn (1870-1950) und sein Schwiegersohn Rabbi Menachem Mendel Schneersohn (1902-1994) machen Perchtoldsdorf und das Wald­s­a­na­to­ri­um im Sommer 1937 zum Zentrum der welt­um­span­nen­den jüdisch- or­tho­do­xen Cha­bad-​Luba­wit­scher Bewegung

 

1938

Das Sa­na­to­ri­um wird vom Perch­told­sor­fer NS-​Bür­ger­meis­ter Karl Sänger „arisiert“, der Besitzer Dr. Oskar Mauthner flieht nach Tsche­chi­en, die jüdischen An­stalts­ärz­te Dr. Max Berliner und Dr. Stefan Saxl werden entlassen

 

1938/39

Im Gebäude soll die „Reich­s­pres­se­schu­le“ des Reichs­ver­ban­des der Deutschen Presse (RDP) zur ideo­lo­gi­schen Erziehung des jour­na­lis­ti­schen Nach­wuch­ses ein­ge­rich­tet werden

 

1939

Mit Kriegs­aus­bruch wird im Sa­na­to­ri­um das Re­ser­ve­la­za­rett XVII b der Sa­ni­täts­ab­tei­lung Wien der Deutschen Wehrmacht ein­ge­rich­tet, Be­hand­lung vor­wie­gend tu­ber­ku­lö­ser Wehr­machts­an­ge­hö­ri­ger

 

1943

Der bis 1938 im Sa­na­to­ri­um tätige Dr. Max Berliner kommt in der NS-​Ver­fol­gung zu Tode.

 

1943

Die Exil­or­ga­ni­sa­ti­on der ös­ter­rei­chi­schen So­zi­al­de­mo­kra­ten in Groß­bri­tan­ni­en verlangt die Ein­rich­tung eines Kin­der­heims im Sa­na­to­ri­um

 

1944

Der Besitzer Dr. Oskar Mauthner wird im KZ Dachau ermordet

 

1945

Die Rote Armee besetzt das Gebäude und verwendet es als Lazarett

 

1947

Die Wiener Ge­biets­kran­ken­kas­se für Arbeiter und An­ge­stell­te übernimmt die Anlage und beginnt, ein Re­kon­va­les­zen­ten­heim zu führen. Parallel wird ein Re­sti­tu­ti­ons­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet

 

1948

Beginn der Um­bau­ar­bei­ten durch Architekt Prof. Carl Witzmann (1883-1952)

 

1952

Das Re­sti­tu­ti­ons­ver­fah­ren kann positiv ab­ge­schlos­sen werden, die Erben Dr. Mauthners verkaufen die Lie­gen­schaft an die Wiener Ge­biets­kran­ken­kas­se

 

1990

Die Wiener Ge­biets­kran­ken­kas­se schließt den Betrieb

 

2005

Ver­hand­lun­gen zwischen dem "Verwaltungsverbund Gesundheit&Pflege" mit dem Lie­gen­schafts­ei­gen­tü­mer und der Markt­ge­mein­de Perch­tolds­dorf

 

2008

Beginn der Umbau- und Er­wei­te­rungs­ar­bei­ten nach Entwürfen von Architekt Gerhart Hin­ter­wirth

 

2010

Eröffnung der Reha-​Kli­nik mit 170 Betten

 

Reha-Antrag

Der Reha-Antrag ist die Basis für einen von der Sozialversicherung bewilligten Rehabilitationsaufenthalt.



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